Anwenderbericht Plankenhorn GmbH
Die Plankenhorn GmbH aus Erkenbrechtsweiler ist eine klassische Lohnfertigung und der Pilotkunde von bIT 4.0. Im Video vom Januar 2021 erzählen Geschäftsführer Markus Wahl und Dr. Sven Bachthaler, wie aus ersten kleinen Tools ein ERP wurde, das Büro, Fertigung und Lager verbindet.
„Digitalisierung als Chance – Plankenhorn GmbH & Bachthaler IT“, aus der Reihe „Die ersten 10 Prozent – Digitalisierungspioniere berichten“, Januar 2021. Mit Klick auf Abspielen wird das Video von Vimeo geladen; dabei werden Daten an Vimeo übertragen.
Transkript des Videos lesen
Im Video sprechen Markus Wahl, Geschäftsführer der Plankenhorn GmbH, und Dr. Sven Bachthaler, Bachthaler IT. Dauer rund 5 Minuten.
Hallo, herzlich willkommen hier in der Plankenhorn GmbH. Der Sitz der Plankenhorn GmbH ist in Erkenbrechtsweiler auf der Schwäbischen Alb. Wir sind eine klassische Lohnfertigung. Wir haben derzeit acht Mitarbeiter. Die Firmengründung war 1977 durch meinen Großvater.
Wir wollten, dass die Maschinen laufen, während wir vielerlei Zahlen eintippen und da habe ich meinen Freund Sven Bachthaler ins Boot geholt und habe gesagt: „Schau mal, wir haben das und das Problem. Das kann man doch sicherlich lösen.“ Und dann hat er begonnen, mit kleinen Tools uns das Leben einfacher zu machen. Wir mussten zuerst einmal gewährleisten, dass wir alles, was wir brauchen, um das Komplettpaket zusammenzubasteln, alles im Haus haben und daran scheiterte es oft. Jeden Morgen bin ich hergegangen und habe für jeden Arbeitsplatz Listen ausgedruckt, was denn heute so ansteht. Lange suchen, nicht wissen, was hat man da und alles, was damit einhergeht.
Wir haben tatsächlich inzwischen über unseren ganzen Fertigungsprozess, aber auch über Buchhaltung, Beschaffungswesen, alles, was es da so gibt, wie so ein Deckmantel ist da inzwischen das ERP-System drüber und wacht über jeden Prozess und gibt Signale an entsprechende Stelle, was zu tun ist. Wir haben unser ganzes Materiallager aufgenommen. Heute finden wir, wir suchen nicht mehr. Das heißt konkret, heute findet der Großteil der Arbeit nur noch im Büro statt. Wir bekommen die Zeichnung, schreiben kurz das Material aus, was brauchen wir, Stückzahl und so weiter. Und heute funktioniert es tatsächlich so, dass die Software dann hergeht, weiß, wie der Bedarf ist, schaut zuerst im Materiallager nach, was haben wir hier und was eben fehlt, wird automatisch bestellt.
Bevor diese Softwarelösung eingeführt wurde, das Stangenlager hatte da einen Umfang von circa 40 Tonnen und jetzt im Verlauf von sechs Jahren, seit diese Software eingesetzt wird, wird tatsächlich mehr Material im Jahr gesägt. Das heißt, der Durchsatz steigt und gleichzeitig nimmt aber der Umfang des Lagers ab. Die vielen Reste, die sich dort in so einem Lager ansammeln, die werden jetzt nicht mehr von Menschen gesucht und eventuell übersehen. Stattdessen geht die Software her, findet automatisiert die am besten passenden Reste. Damit wird praktisch ohne Aufwand für die Anwender dafür gesorgt, dass die notwendigen Sägeschnitte durchgeführt werden können und dabei möglichst wenig Reste am Schluss übrig bleiben.
An den Tablets, das an jeder Maschine ist, meldet sich der Mitarbeiter an und sagt: „Ich würde gerne arbeiten.“ Und dann sagt das Tablet: „Ja, dann mach doch bitte dieses und jenes.“ Und in diesem Moment beginnt auch schon die Zeiterfassung. Das heißt, der Mitarbeiter muss keinen lästigen Zettel mehr irgendwie ausfüllen, notieren, sondern das ist alles integriert und läuft vollautomatisch und somit auch die Nachkalkulation ist 100% exakt, ohne dass irgendjemand da Zeit investieren muss.
Im Wesentlichen sollte darauf geachtet werden, dass möglichst viele Prozesse sich unter einem Dach abspielen, das heißt in einer Software Komplettlösung abgewickelt werden, weil dadurch natürlich die gesamte Problematik mit Datenübergabe über Schnittstellen und verschiedenen Herstellern, die sich zu Kooperationen beschließen müssen, dass die damit komplett wegfällt. Das heißt, man hat dann einen Ansprechpartner, der alles im Endeffekt aus einer Hand liefert und dann die Prozesse natürlich reibungslos ineinandergreifen können. Ganz wichtig, dass das alles funktioniert, weil das muss es, ist eine ordentliche Hardware für Server und so weiter, aber auch genauso wichtig ist ein gutes Backup. Wir bekommen ja auch Rückmeldung von vielen Anwendern, von vielen Firmen bekommen wir im Endeffekt ja gesagt, was gut funktioniert und was sich bewährt hat und dadurch fließen ja im Endeffekt die Erfahrungen von vielen Firmen in die Software mit ein. Und aus dem Grund macht es dann oftmals Sinn, die althergebrachten Vorgehensweisen dann doch mal über Bord zu werfen und sich darauf einzulassen, dass jetzt manche Dinge vielleicht doch auch mal anders ablaufen können.
Es muss die Bereitschaft vorhanden sein, im Endeffekt, die bisherigen Prozesse sich anzuschauen und sich zu überlegen, möchte man die wirklich ganz genau so beibehalten? Oder ist man halt eben bereit, sich zu öffnen für die Möglichkeiten, die sich über so digitalisierte Lösungen bieten. Die Softwarelösung wird natürlich im Endeffekt auf vielfältige Art und Weise sich auswirken auf die Firma und dann gilt es zu überlegen, was muss man anpassen? Soll sich die Software der Firma anpassen oder ist die Firma bereit, sich der Software anzupassen?
Steckbrief
| Unternehmen | Plankenhorn GmbH |
| Sitz | Erkenbrechtsweiler, Schwäbische Alb |
| Branche | Lohnfertigung |
| Gegründet | 1977 |
| Mitarbeiter | 10 (Stand Oktober 2026) |
| Geschäftsführer | Markus Wahl |
| Mit bIT 4.0 seit | 2013, Pilotkunde |
| Website | plankenhorn-gmbh.de |

Plankenhorn setzt bIT 4.0 seit der ersten Version im Alltag ein, im Büro, in der Fertigung und im Lager.
Praxisbeispiel Zukunftszentrum ↗Die Ausgangslage
Die Maschinen sollten laufen, während im Büro Zahlen eingetippt wurden. Oft scheiterte ein Auftrag daran, dass nicht alles im Haus war, was gebraucht wurde. Jeden Morgen druckte Markus Wahl für jeden Arbeitsplatz eine Liste mit den anstehenden Aufgaben aus. Dazu kam langes Suchen.
Der Anfang
Markus Wahl holte seinen Freund Sven Bachthaler dazu und schilderte ihm die Probleme. Daraus entstanden zunächst kleine Tools, die einzelne Abläufe erleichterten, und Schritt für Schritt das ERP bIT 4.0.
„Jeden Morgen bin ich hergegangen und habe für jeden Arbeitsplatz Listen ausgedruckt, was denn heute so ansteht.“
„Und dann hat er begonnen, mit kleinen Tools uns das Leben einfacher zu machen.“
Heute
Das ERP liegt über dem ganzen Fertigungsprozess, über Rechnungen und Beschaffung. Der Großteil der Arbeit findet im Büro statt: Die Zeichnung kommt herein, Material und Stückzahl werden erfasst. bIT 4.0 kennt den Bedarf, prüft den Bestand im Materiallager und setzt fehlendes Material auf die Bestellliste.
An jeder Maschine hängt ein Tablet. Der Mitarbeiter meldet sich an, bekommt den nächsten Arbeitsschritt, und die Zeiterfassung läuft mit. Stundenzettel gibt es nicht mehr; die Zeiten stehen direkt für die Nachkalkulation bereit.
„Wir haben unser ganzes Materiallager aufgenommen. Heute finden wir, wir suchen nicht mehr.“
„Wie so ein Deckmantel ist da inzwischen das ERP-System drüber und wacht über jeden Prozess.“
Das Lager in Zahlen
Vor der Einführung umfasste das Stangenlager rund 40 Tonnen. Nach sechs Jahren mit der Lagerverwaltung (Stand Video, Januar 2021) wurde mehr Material im Jahr gesägt als vorher, und trotzdem war das Lager kleiner geworden. Der Grund: Reste werden nicht mehr gesucht und übersehen. Die Software findet die passenden Reste und verteilt die Sägeschnitte so, dass möglichst wenig übrig bleibt.
Zur Lagerverwaltung →Worauf es ankommt
Im zweiten Teil des Videos gibt Sven Bachthaler Hinweise für Betriebe, die vor dem gleichen Schritt stehen:
- Möglichst viel in einem System: Dann entfallen Datenübergaben über Schnittstellen zwischen verschiedenen Herstellern, und es gibt einen Ansprechpartner.
- Solide Technik: eine ordentliche Hardware für den Server und, genauso wichtig, ein gutes Backup.
- Offenheit für neue Abläufe: In die Software fließen die Erfahrungen vieler Betriebe ein. Es lohnt sich, eingefahrene Abläufe zu hinterfragen.
„Soll sich die Software der Firma anpassen oder ist die Firma bereit, sich der Software anzupassen?“
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